Im Theater unterscheidet man drei klassische Bereiche, die sich im Laufe der Geschichte ganz unterschiedlich entwickelt und etabliert haben. Dazu zählt das Musiktheater, das Sprechtheater und das Tanztheater, wobei die einzelnen Sparten auch oft miteinander kombiniert werden.
Die älteste der drei Klassen ist das Sprechtheater, welches mit nur wenig akustischen Hilfsmitteln auskommen muss. Hauptschwerpunkt liegt auf der Sprache des Schauspielers, die sehr eindringlich ist und das Publikum in ihren Bann ziehen soll. Dem Künstler auf der Bühne werden zwar keine tänzerischen oder Gesangeskünste abverlangt, dennoch ist die Literatursprache überaus komplex und bedarf äußerster Präzision. Genau aus diesem Grund werden ausgewählte Sprechakte oft für eine Gedichtinterpretation genutzt. Dies betrifft vor allem profunde Sprechpassagen, die in inhaltlicher sowie aussagekräftiger Hinsicht interpretiert und erarbeitet werden müssen, um den Sinn verstehen zu können. Probieren doch auch Sie sich mal als Hobby-Schauspieler – dafür gibt es eine Vielzahl einfacher Gratis Hörbücher, um sein schauspielerisches Talent mal so richtig auf die Probe stellen zu können.
Das Musiktheater entspringt der Oper. Hier wird das gesamte Drama der Handlung mit Musik untermalt, die Bewegung und Sprache der Schauspieler sind wichtige Elemente, dieser Gattung. Noch vor einigen Jahrzehnten standen riesige Orchester auf der Bühne und begleiteten die rhythmischen Bewegungen der Künstler, heute sind es vorrangig Tonträger und moderne Live-Acts, die fester Bestandteil des Musiktheaters sind. Ein solches Theaterstücke kann von allerlei Instrumenten begleitet werden, Hauptsache ist nur, dass Musik und Text zu gleichen Teilen vorkommen und eine verständliche und klare Handlung deutlich wird. Zum Musiktheater zählen Operetten, Musicals und auch das Kabarett; dabei handelt es sich um Aufführungsformen, die heutzutage wunderbar auf CD angehört werden können – besonders dann, wenn der musikalische Aspekt im Vordergrund steht. Liegt der Fokus hingegen auf der darstellerischen Ebene, so wird empfohlen, sich eine DVD Pressung des jeweiligen Stückes zu besorgen. So kann der Opern- und Musicalgenuss wunderbar ins eigene Wohnzimmer geholt werden.
Das Tanztheater etablierte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts und wurde anfangs immer wieder mit dem Ballett auf die gleiche Stufe gestellt. Dabei beinhaltet das Tanztheater weitaus mehr Bewegungselemente als das Ballett und Bühnenperformances wirken durchweg sehr experimentell. Auch Unästhetisches wird, im Gegensatz zum Ballett, tänzerisch dargeboten, die Choreografien wirken alles andere als geordnet und chronologisch. Viele der Darsteller nutzen ihr sportliches Training (z.B. beim Ironman Klagenfurt), um ihre Kondition und Ausdauer immer auf einem optimalen Level zu halten.
Nicht immer muss begleitende Musik vorhanden sein, sondern auch alltägliche Geräusche und Gesang kommen häufig zum Einsatz. Ebenso hat sich das Pantomimen in den letzten Jahren immer mehr Einzug in das Tanztheater verschafft. Ganz egal, ob Komödien, Tragödien oder Dramen – mit dem richtigen Körperausdruck und Intensität kann jedes Werk in einem Tanztheater dem Zuschauer präsentiert werden. Bis heute lieben Menschen den Gesellschaftstanz, der wohl vor vielen Jahrzehnten als Inspiration für das Tanztheater diente. Nicht nur ein einzelner Schauspieler befindet sich meist auf der Bühne, sondern gleich riesige Tanzensembles, die in aufwendigen Kostümen und mit stilvollem Equipment spannende Performances abliefern.